Presse

2020/10/10 Artikel/Interview „Musikalisch wiads langsam wos“ Interview von Teresa Sturm, Kurier NÖ

2020/10/7 Interview „Vertontes Erbe der Kindheit“
Interview von Peter Führer, NÖN

zelebrieren …
feinsinnig und unprätentiös
mehrstimmige Dialekt-Chansons

2020/10/10 – Pop aus Österreich: Ja doch, wir leben noch, Bruno Jaschke, Wiener Zeitung

langsam wiads wos – „Vielleicht die einzige Überlebensstrategie für 2020.“

2020/10/02 – Profil online / Kultur / Videopremiere: SarahBernhardt – „langsam wiads wos“, Philip Dulle, Profil

eine nachhallende Vermessung der Kindheit

Rainer Krispel, Musikarbeiter Unterwegs

„[der unverblümte] erweist sich als eine der schönsten Liebesgeschichten, die jemals zu einem Song wurden“

2020/09/09 – Salzburger Nachrichten / Rezension / Musik für die letzten Sommertage, Bernhard Flieher, Salzburger Nachrichten


– „Triggerwarnung […]: Achtung, Schönheit!“

2020/08/26 – Falter / Rezension / OHREN AUF AUS LOKALEM ANBAU, Stephanie Panzenböck, Falter


„Einnehmend unangestrengt“

2020/08/24 – Ö1 Spielräume – Minimale Mittel, Intensive Wirkung, Rainer Elstner, Ö1


„Ein wirklich sehr schönes Stück Musik.“

2020/08/20 – The Gap / Albumrezension Ein Tag am See – »langsam wiads wos«, das Debüt von Sarahbernhardt, Dominik Oswald, The Gap

2020/08/07 – MICA / Interview – „VOR ALLEM MENSCHEN, DIE UNS NAHE SIND, INSPIRIEREN UNS.”
Interview von Jürgen Plank, music austria

2020/08/02 – Delay Magazine / Interview – KAFFEE ODER TSCHIK PODCAST #14 MIT SARAHBERNHARDT
Interview von Markus Neumann, Delay Magazine


Ein Sprung vom 10-Meter-Turm

Das Debut-Album: langsam wiads wos

„SarahBernhardt singen mehrstimmige Dialekt-Chansons mit Ukulele und Harfe. Die Lieder auf ihrem Debüt-Album „langsam wiads wos“ sind gespickt mit unbeschwerter Melancholie, aber auch mit einer ordentlichen Portion Optimismus; sie erinnern an Heißluftballons, die an einem regnerischen Tag unerwartet am Horizont auftauchen. An ein Heimkommen nach einer durchwachten Nacht und draußen wird es schon hell.

Bernhard Scheiblauer, Sarah Metzler und Sigrid Horn füllen den Raum mit sehr intimer, unmittelbarer Stimmung – durch unaufdringliches Zusammenspiel und gekonntes Verweben der Gesangslinien.

In den Texten geht es um die Symmetrie der Anfänge und Enden, um das Setzen kleiner Ziele, damit das Scheitern nicht so wehtut, um das Runtersteigen vom 10-Meter-Turm, weil niemand zuschaut, immer auch: um Entschleunigung. Der Dialekt selbst wird zur Gegend, die lautmalerisch auf einer Landkarte eingezeichnet wird. Er bringt etwas zur Sprache, das auf Standarddeutsch nur auf Umwegen ausgedrückt werden kann.

Mit einem Blumenstrauß liegt man auch auf einem Friedhof nicht falsch, heißt es in einem der Songs, und diese Stelle illustriert sehr schön, wie die Texte Bilder und Begriffe dekonstruieren, wie doppelt und dreifach ganz einfache Dinge besetzt sind. Denn je nach Situation verändert besagter „Blumenstrauß“ auch seine Bedeutung: auf einer Hochzeit, in einem Krankenhaus, auf dem Friedhof. Die Lieder setzen diese Vielschichtigkeit der Begriffe bewusst und effektvoll ein. Die Wörter und die sie umgebenden Sätze werden dadurch oft zu Kippbildern, die sowohl eine komische als auch eine tragische Lesart zulassen.

Es sind Songs, an die man sich nach der Sperrstunde gerne anlehnen möchte, denen man glaubt, dass sie ein Beisl kennen, das um diese Uhrzeit noch offen hat, dass sie den Weg nachhause finden, einen ins Bett bringen und zudecken. Wenn Gläser schön sortierte Scherben und Ideen schön sortierte Buchstaben sind, dann ist „langsam wiads wos“ schön sortierter Schwermut, gepaart mit viel Witz, Charme und nicht zuletzt: textlichem Tiefgang. Eine schöne Gegend, in der es immer ein wenig nach Regen ausschaut, in der sich Abgründe auftun, in die man liebend gerne ein wenig tiefer hineinblicken möchte, auch weil am Ende doch das Lebensbejahende, die verspielte Unbeschwertheit überwiegen.
Kurz und gut: ein Album wie ein Sprung vom 10-Meter-Turm mit den Blumen für den nächsten Friedhofsbesuch in der Hand.“

Martin Peichl , 3. Juli, 2020 


Pressefotos

© daniela matejschek